Geschichte

Im Jahr 1914 (Kriegsausbruch) wurde von der Stadt Luzern im Friedentalried Pflanzland zugesprochen. Verstanden wurde das damals als Notstandsmassnahme, um ärmeren Bevölkerungskreisen eine bessere Ernährungsgrundlage zu ermöglichen.

Im Friedentalried legten Kleingärtner auf stadteigenem Boden diese Pflanzungen an und schlossen sich zu einem Verein zusammen. Die Gartenbau-Genossenschaft Friedentalried entstand, der heutige Pflanzland-Pächter-Verein.

Mit zunehmender Dauer des 1. Weltkrieges (1917) bestand für die städtische Bevölkerung grosser Bedarf an pflanzbaren Grundstücken. Die Stadt vergab mittels Pachtverträge weitere Areale wie Friedentalried = Moorental und Sedelstrasse. Als die Sedelstrasse gebaut wurde, entstanden Areale beidseitig der Strasse.

1921-22 wurde der erste Reuss-R.-Kanal gebaut. Später entstand nach und nach das Areal Moorental.

1965 stand auf dem grossen Parkplatz (Riedstübli) noch das Baugeschäft (Vallaster). Danach diente der Parkplatz als Autofriedhof. Hier entsorgte die Stadt auch Kehricht und überdeckte diesen mit Erde.

Im Frühling 2016 wurde die Sanierung der verseuchten Erde im Friedental in Angriff genommen.

Aufgrund der vollständigen Abdeckung musste der Grossteil der Areale aber komplett geräumt werden. Viele Gartenhäuschen konnten nicht erhalten bleiben. Der belastete Boden wurde mit einem Vlies belegt und mit sauberem Material überdeckt und zu einem Landschaftspark mit neuen Familiengärten umgestaltet.

Das Gebiet ist seit Juni 2018 ein naturnaher Frei- und Grünraum für die Öffentlichkeit.

2017 Plan Areal Ried